Pha That Luang

Das Nationalsymbol von Laos

Der Pha That Luang ist eine buddhistische Stupa in Vientiane, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde und nach aufwändigen Restaurationen modern wirkt. Sie ist das bedeutendste religiöse Monument des Landes und ein nationales Symbol in Laos. Buddha selbst soll den Ort besucht und den Bau eines Reliquienschreins vorhergesagt haben. Bis die Stupa zu einem Nationalsymbol wurde, war es ein langer Weg. Was in den Jahrhunderten passiert ist und wie sie heute aussieht - lesen Sie mehr!

Pha That Luang steht in der Haupstadt von Laos: Vientiane.
Der Pha That Luang in Vientiane.

Der Pha That Luang und seine aufregende Geschichte

Der Legende nach soll an der Stelle der heutigen Stupa ursprünglich ein Hindu-Tempel gestanden haben. Zu dieser Zeit war der Hinduismus noch die vorherrschende Religion in Südostasien, also auch in Laos. Es gibt aber auch anders lautende Erzählungen, nach denen der indische Kaiser Ashoka im 2. Jahrhundert zum Buddhismus übergetreten sein soll. Danach schickte er zahlreiche Missionare in die Region, die die Menschen von der neuen Religion überzeugen sollten. Zwei Abgesandte brachten eine Reliquie des Buddhas nach Vientiane, die im Tempel aufbewahrt wurde. Später wurde er in einen Khmer-Tempel umgebaut zu einer Zeit, als die Khmer das heutige Mittel-Laos eroberten. Die heutige Form des Pha That Luang geht auf die Initiative von König Setthathirath zurück, der in der Zeit von 1548 bis 1571 regierte und den Auftrag gab, auf den Ruinen des ehemaligen Khmer-Tempels aus dem 13. Jahrhundert eine Stupa zu erbauen.

Aufwändige Restaurationsarbeiten setzen Pha That Luang instand

Immer wieder wurde der Pha That Luang von ausländischen Mächten wie Burma, China und Siam geplündert, wobei vor allem das Gold geraubt wurde. Im Jahr 1828 wurde die Anlage bei einer erneuten Invasion der Siamesen fast vollständig zerstört. Danach blieb sie für lange Zeit eine Ruine. Es war die französische Kolonialregierung, die um 1900 die Restaurierung des Bauwerks in Auftrag gab. Als Vorlage für die Rekonstruktion dienten die detaillierten Zeichnungen von Louis Delaporte. Der Architekt und Forscher hatte als Mitglied der Mekong Exploration Commission Vientiane 1867 besucht und die Zeichnungen angefertigt. 1940 wurde der Pha That Luang ein weiteres Mal zerstört, als sich die französische Kolonialmacht in kurze, aber intensive kriegerische Auseinandersetzungen mit Thailand entlang des Mekongs verstrickte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und nachdem die japanischen Besatzer aus Laos abgezogen waren, wurde der Pha That Luang erneut restauriert, wobei er den Vietnamkrieg unbeschadet überstanden hat.

Die bemerkenswerte Architektur von Pha That Luang

Der Pha That Luang befindet sich rund vier Kilometer westlich von Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Die 45 Meter hohe Stupa steht auf drei Terrassen, die nach oben kleiner werden und die jeweils von großen, stilisierten Lotusblütenblättern gestützt werden. An den vier Seiten befindet sich jeweils ein Tor, über das die jeweils höhere Stufe erreicht werden kann. Besucher betreten die erste Ebene, die 69 Meter breit und ebenso lang ist, durch eines dieser großen Tore, wobei die meisten Besucher das Westtor nutzen. Insgesamt markieren 323 sogenannte "sima", bei denen es sich um Ordinationssteine handelt, den heiligen Bezirk. Auf der Ostseite der ersten Ebene erhebt sich neben einem Pavillon der kleine That Sithamma Haysok. Daneben und etwas erhöht steht die Pancasila-Stele, die ihren Namen den fünf eingearbeiteten Lotusblüten verdankt, die die fünf buddhistischen Laienregeln symbolisieren.

 

Auch Touristen sind herzlich eingeladen im Pha That Luang in Vientiane etwas über den Buddhismus zu lernen oder sogar mit den Einheimischen Laoten zu beten.
Auch Touristen sind herzlich eingeladen im Pha That Luang etwas über den Buddhismus zu lernen oder sogar mit den Einheimischen zu beten.

Von der untersten Terrasse führen Treppen durch sogenannte "hao wai", das sind Gebetstore, auf die zweite Terrasse, deren Seitenlängen jeweils 48 Meter messen und deren Mauer von 120 Lotus-Blütenblättern eingefasst ist. Auf dieser zweiten Terrasse finden auch die Feierlichkeiten anlässlich des Boun That Luang statt. In dieser Festwoche umrunden Tausende Laoten ihr wichtigstes Heiligtum und vergnügen sich anschließend auf dem Jahrmarkt. Es gibt noch eine dritte Ebene, die über eine weitere Treppe zu erreichen ist. Sie hat die Größe eines Quadrats mit Seitenlängen von jeweils 30 Metern und wird vom gewölbten Hauptkörper der großen Stupa dominiert. Sie ist umgeben von dreißig kleinen Stupas, die für die zehn buddhistischen Vollkommenheiten in ihren drei Graden stehen. Für südostasiatische Tempelanlagen eher ungewöhnlich ist der eckige pfeilartige Turm, der von 500 Kilogramm Gold überdeckt ist und an dessen Spitze sich eine stilisierte Bananenblüte befindet.

 

Das quadratische Bauwerk ist von einem Wandelgang umgeben, der überdacht und nach innen offen ist. In zahlreichen Nischen sind Buddhastatuen, Nagas und Skulpturen im Khmer- und Lao-Stil zu sehen. Einst war das Gebäude von vier Tempeln umgeben, von denen heute nur noch der in südlicher Richtung stehende Wat That Luang Tai, der zwischenzeitlich mit einer riesigen liegenden Buddhastatue aufgewertet wurde, und der nach Norden orientierte Wat That Luang Nuea existieren.

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