Wat Xieng Thong

Der älteste Tempel in Luang Prabang

Der Wat Xieng Thong befindet sich an der Nordspitze der Halbinsel Luang Phrabang, nahe der Stelle, an der der Nam Khan in den Mekong mündet. Er übt einen unvergleichlichen Zauber aus und ist einer der bedeutendsten Tempel in Laos, weil er wie kein zweiter den klassischen Architekturstil Luang Prabangs repräsentiert. Warum dieser Tempel so faszinierend ist und welche spirituelle Bedeutung er für die Region hat - lesen Sie mehr!

Der im 16. Jahrhundert erbaute Wat Xieng Thong ist der älteste Tempel in Luang Prabang und liegt idyllisch am Mekong Fluss.
Der Wat Xieng Thong ist der älteste Tempel in Luang Prabang und liegt idyllisch am Mekong Fluss.

Warum der Wat Xieng Thong eine große Faszination ausübt

Er ist nicht nur der älteste Tempel von Luang Prabang, sondern auch der einzige, der aus dem 16. Jahrhundert erhalten geblieben ist und den Architekturstil Luang Prabangs sehr eindrucksvoll dokumentiert. Übersetzt bedeutet Wat Xieng Thong "Kloster der Stadt des Flammenbaums". Dieser Name geht wahrscheinlich auf den Gründungsmythos von Luang Prabang zurück. Einst sollen sich hier zwei Asketen mit übernatürlichen Kräften niedergelassen haben. Grund waren ein Hügel (Phou Si) und ein Flammenbaum (mai thong), der an der Mündung des Nam Khan in den Mekong gestanden haben soll. An dieser Stelle stellten die Asketen einen von vier Grenzsteinen auf und nannten diese Siedlung Xieng Dong-Xieng Thong

Der Wat Xient Thong und seine Geschichte

Es war König Setthathirath, der den Prachtbau im Jahr 1560 als königliches Kloster errichten ließ. Es war ein Abschiedsgeschenk und ein Zeichen der Anerkennung. Denn kurze Zeit später verlegte er die Hauptstadt seines Reiches nach Vientiane. Dafür gab es gute Gründe: Im 16.

Jahrhundert war Luang Prabang vermehrt Übergriffen durch die Birmanen ausgesetzt. Deshalb beschloss Phothisarat, der in der Zeit von 1520 bis 1548 regierte, mit seinem Hof nach Vientane umzuziehen. Umgesetzt wurde die Verlegung der Hauptstadt jedoch erst unter König Settharthirath. Die Königstadt verlor dadurch an politischem Einfluss. Stattdessen entwickelte sie sich zu einem Zentrum des Buddhismus, das auch von Gelehrten aus den Nachbarländern Vietnam, Kambodscha und Siam besucht wurde. Als es im Jahr 1887 zu Auseinandersetzungen mit den Ho kam, blieb Wat Xieng Thong von den Zerstörungen verschont. Der Legende nach soll der Anführer der Ho in früheren Jahren als Novize im Kloster gelebt haben, weshalb er sich auf der Anlage einquartierte anstatt sie zu zerstören. Seit dieser Zeit ist der Wat Xient Thong immer wieder Vorbild für Neubauten oder für Renovierungen von Sakralbauten, wofür der Ho Phra Bang beispielhaft ist.

Wat Xieng Thong - bis heute ein Ort für die wichtigsten buddhistischen Zeremonien und Feste

Bis heute ist Wat Xieng Thong ein Ort, an dem viele der wichtigsten buddhistischen Zeremonien und Feste abgehalten werden. Im September oder Oktober findet das Boun Ok Phansa statt. Es ist das Lichterfest, das das Ende der Regenzeit symbolisiert und dessen Prozession der Feuerboote hier endet. Die Boote werden vor dem Sim gesegnet. Anschließend werden sie am Fuße der Treppe zum Mekong wieder auf das Wasser gesetzt. Dieser Treppenaufgang war einst der wichtigste Zugang zur Stadt der Könige. Sie trafen hier ein, wenn sie von langen Reisen zurückkehrten und nahmen an einer Waschungszeremonie teil. Danach zogen sie sich drei Tage lang ins Kloster zurück, bevor sie ihre Staatsgeschäfte wieder aufnahmen.

Der Wat Xieng Thong ist leicht zu Fuß zu erreichen und bietet sich für einen abendlichen Bummel an. Ganz in der Nähe befindet sich auch der bekannte Nachtmarkt von Luang Prabang.
Der Wat Xieng Thong ist leicht zu Fuß zu erreichen und bietet sich für einen abendlichen Bummel an. Ganz in der Nähe befindet sich auch der bekannte Nachtmarkt von Luang Prabang.

Der Wat Xieng Thong als eindrucksvolles Beispiel laotischer Baukunst

Der Wat Xieng Thong repräsentiert in eindrucksvoller Weise die Handwerkskunst in Laos. Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche Bauten. Zu den wichtigsten gehören die Ordinationshalle (Sim), die Bibliothek Ho Phra Mane, die sogenannte "rote Kapelle" Ho Phra None und die Begräbniskapelle.

 

  • Sim - Die Ordinationshalle : Sim befindet sich im Zentrum der Anlage und ist mit ihrem weitschweifigen Staffeldach ein Symbol für den typischen Architekturstil von Luang Prabang. Die Laoten vergleichen die Form des Dachs mit einer Glucke, die schützend die Flügel über ihre Küken ausbreitet. Tatsächlich kommt dieser Vergleich der Realität sehr nahe, da das Dach nahe dem Boden endet. Typisch für diesen Stil ist auch das Portal, das aus unterschiedlich hohen, reich verzierten Säulen besteht. In die vergoldeten Holztüren sind Szenen aus Buddhas Leben geschnitzt. In der Sim sind die Decken mit Dharmachakras geschmückt, wobei die Räder die von Buddha verkündete Lehre symbolisieren und den Kreislauf der Reinkarnation. Die Außenwände der Sim zeigen Lao-Legenden. Der hintere Giebel ist mit einem Glasmosaik verziert, das den Flammenbaum zeigt, der der Namensgeber des Wats ist. Im Inneren des Sim sind goldene Verzierungen zu sehen, die mit einer Schablonendrucktechnik auf rotem und schwarzem Grund aufgetragen wurden und die die Erleuchtungsgeschichte Buddhas erzählen. Diese Dekorationen wurden später angebracht und stammen von dem Künstler Thao Sin Keo, der 1960 von König Savang Vatthana dazu beauftragt wurde. Südlich des Sim befindet sich die Buddhastatue im Ho Vai. Es war der thailändische König Bhumiphol, der sie König Savang Vatthana im Jahr 1962 schenkte.
  • Ho Phra Mane: Ho Phra Mane ist eine 1828 erbaute Bibliothek, die sich direkt neben dem Sim befindet und in der heute ein im ganzen Land verehrtes Buddhabildnis aufbewahrt wird. Der Legende nach soll die vergoldete Holzstatue 1557 im Mekong gefunden worden sein. Sie gilt als regenbringend. Die Gläubigen bekommen sie nur dann zu Gesicht, wenn sich der Beginn der Regenzeit verzögert. Dann wird sie in einer Prozession durch die Stadt getragen, um um Regen zu bitten.
  • Die rote Kapelle Ho Phra None: Unterhalb von Ho Phra Mane befindet sich die sogenannte rote Kapelle Ho Phra None, in der eine Buddhastatue in der Parinibbana-Asana aufbewahrt wird. Diese liegende Haltung Buddhas ist eine sehr ausgefallene Position, die in der laotischen Tradition nur sehr selten zu finden ist und die den Übergang Buddhas in das Nirwana symbolisiert. Sie gehörte zu anderen Ausstellungsobjekten, die 1931 auf der Kolonialausstellung in Paris zu sehen waren.
  • Die Begräbniskapelle: König Savang Vatthana ließ die Begräbniskapelle im Jahr 1962 im Gedenken an seinen Vater Sisavangvong erbauen. Darin befindet sich ein Begräbniswagen, in dem Verstorbene bis zur Kremation aufbewahrt werden. An den Fensterflügeln und an den Dachkonsolen sowie an der Gebäudefront befinden sich kunstvoll geschnitzte Basisreliefs. Sie konnten noch vor dem Ende der Regentschaft Savang Vatthanas fertiggestellt werden. An der Rückwand des Innenraums ist eine beeindruckende Sammlung von aus Holz gefertigten Buddhastatuen zu sehen. Sie nehmen eine stehende Haltung ein, bei der beide Arme nach unten gerichtet sind. Das ist die für Laos charakteristischste Buddha-Position, die die Regenanrufungsgeste symbolisiert.

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