Die japanische Enzephalitis

Die Ansteckungsgefahr steigt mit der länge der Reise

Die japanische Enzephalitis: Vorkommen weltweit und in Laos

Die japanische Enzephalitis wird durch einen Virus ausgelöst. Er verursacht eine Entzündung des Gehirns, an deren Folgen jährlich rund 15.000 Menschen weltweit sterben. Tatsächlich ist über die Hälfte der Weltbevölkerung in ständiger Gefahr, an japanischer Enzephalitis zu erkranken. Das sind über vier Milliarden Menschen in 25 Ländern der Welt. Die häufigsten Erkrankungen treten in Indien und China auf. Betroffen ist aber auch der südasiatische Raum, wobei Erkrankungen auch schon im Norden Australiens gemeldet wurden. Ungefähr alle zehn Jahre kommt es zu Epidemien, die vor allem Indien und Südostasien plötzlich und unvermittelt trafen und sich in keiner Weise ankündigten. Die Dunkelziffer ist allerdings extrem hoch, da eine exakte Diagnose aufgrund einer sehr aufwändigen Labordiagnostik nur schwer zu stellen ist.

Die japanische Enzephalitis ist zwar selten, aber nicht zu unterschätzen.
Die japanische Enzephalitis ist zwar selten, aber nicht zu unterschätzen.

Laos gehört zu der Region, in der die japanische Enzephalitis immer mal wieder auftritt, weshalb

das deutsche Auswärtige Amt bei Reisen nach Laos neben anderen Impfungen auch eine Impfung gegen die japanische Enzephalitis empfiehlt. Das gilt insbesondere für ländliche Gebiete, also für die Reisenden, die in Laos Land und Leute kennen lernen möchten, wo das Risiko einer Erkrankung deutlich höher ist als in Städten. Es liegt auf der Hand, dass die Gefahr einer Infektion mit der Aufenthaltsdauer und abhängig von den Reisebedingungen steigt.

Die japanische Enzephalitis: Beschreibung des Krankheitsbilds und Krankheitsverlauf

Die japanische Enzephalitis ist eine Viruserkrankung, deren Infektionsquelle Schweine, wild lebende Vögel und manchmal auch Pferde sind. Übertragen wird sie durch Stechmücken, wobei die Inkubationszeit sechs bis sechzehn Tage betragen kann. Sie ist eine Meningoenzephalitis. Das bedeutet, dass es sich um eine Entzündung des Gehirns und der Gehirnhäute handelt.

 

  • Gesunde Erwachsene erkranken nur selten an japanischer Enzephalitis. Und wenn es doch passiert, verläuft sie mild und mit uncharakteristischen Allgemeinsymptomen, die einer Grippe ähnlich sind, unter anderem leichtes Fieber und Kopfschmerzen.

 

Anderes gilt für Kinder bis zu einem Alter von 15 Jahren oder für ältere beziehungsweise

gebrechliche Menschen, bei denen es zu dramatischeren Verläufen kommen kann. Auch hier beginnt die japanische Enzephalitis mit grippeähnlichen Symptomen, zu denen Durchfall und Erbrechen sowie Muskelschmerzen kommen können. Dieser erste Schub dauert ungefähr zwei bis vier Tage. Daran schließt sich ein zweiter Schub an, dessen Verlauf sehr viel kritischer ist. Das Fieber steigt extrem an, und es kommt zu einer Versteifung des Nackens. Es können Krämpfe auftreten bis hin zu Lähmungserscheinungen insbesondere im Hals- und Nackenbereich. Der Erkrankte ist extrem lichtscheu. Es kann zu beträchtlichen Störungen der Bewusstseinslage und zu Ohnmachtsanfällen kommen bis hin zu Bewusstlosigkeit und einem komaähnlichen Zustand.

 

Sobald das zentrale Nervensystem von diesem Virus betroffen ist, ist die Sterblichkeit sehr hoch. Von denjenigen, die einen dramatischen Krankheitsverlauf überleben, erleiden die meisten neurologische Folgeschäden in Form von neurologischen Ausfallerscheinungen. Auch bleibende Lähmungen und psychologische Schäden können Folgen der Erkrankung sein. Umgekehrt muss nicht zwingend jeder Infizierte an Japanischer Enzephalitis erkranken, tatsächlich sind es nur 25 von 100 Infizierten. Bei einem milderen Verlauf geht die Infektion meist mit leichten Symptomen in Form eines grippalen Infekts, einer Durchfallerkrankung oder eines Infekts der oberen Luftwege fast unbemerkt vorüber.

Diagnose und Behandlung

Es ist nicht so einfach, den Japanische-Enzephalitis-Virus nachzuweisen. Einfacher ist das in der frühen Krankheitsphase, in der das Gehirn noch nicht betroffen ist. Schwieriger wird es im weiteren Krankheitsverlauf, denn der Virus lässt sich nur im Blut und im Hirnwasser nachweisen. Hat er das Gehirn erreicht, ist auch ein Nachweis über eine Blutuntersuchung nicht mehr möglich. Etwa ab dem zehnten Krankheitstag lassen sich jedoch Antikörper im Blut finden. Insoweit wird bei der Suche nach einer Diagnose meistens nach Antikörpern gesucht. Auch ein Ausschluss anderer Krankheiten kann bei der Diagnose helfen. Das gilt zum Beispiel für die Hirnhautentzündung. Eine wirksame Behandlungsmethode und eine wirksame Medikation gegen die japanische Enzephalitis gibt es aktuell nicht, sodass die Impfung der beste und wirksamste Schutz ist. Möglich ist es, bei den verschiedenen Krankheitsverläufen die einzelnen Symptome zu behandeln oder wenigstens zu lindern.

 

Bei dramatischen Verläufen ist eine Behandlung auf der Intensivstation nicht zu umgehen. Hier kann der Hirndruck fortwährend überwacht und gegebenenfalls reduziert werden. Ein schneller Beginn und eine bestmögliche Behandlung sind notwendige Voraussetzungen, um das Überleben zu sichern und das Risiko von bleibenden Schäden zu senken.

Impfschutz und vorbeugende Maßnahmen zur Risikominimierung

Gegen die japanische Enzephalitis gibt es einen Impfstoff, der vorbeugend wirkt. Dabei handelt es sich um eine mehrteilige Impfung. Als Impfstoff wird ein verozell-gezüchteter, inaktivierter Ganzvirus-Totimpfstoff verwendet, der aus einer österreichischen Entwicklung stammt und unter dem Handelsnamen IXIARO® erhältlich ist. Die Impfung besteht aus zwei Teilimpfungen, die im Abstand von vier Wochen vorgenommen werden. Nach Ergebnissen von Immunogenitätsstudien liegt die Schutzrate bei 


rund 96 Prozent. Nach zwei Teilimpfungen beträgt die Schutzdauer ungefähr 12 Monate, sodass eine Auffrischung nach 12 bis 24 Monaten empfehlenswert ist. In Studien konnte außerdem eine sehr gute Verträglichkeit nachgewiesen werden. Nicht zugelassen ist der Impfstoff für den Einsatz während einer Schwangerschaft. Die Impfung kann mit allen anderen, für Laos notwendigen Impfungen durchgeführt werden. Auch Kinder dürfen mit dem in Deutschland zugelassenen Impfstoff geimpft werden.

Die Impfung gegen die japanische Enzephalitis hat Nebenwirkungen, bei denen es sich insbesondere um lokale Entzündungen handelt, die in der Nähe der Einstichstelle auftreten. Es kann in seltenen Fällen auch zu Kopfschmerzen, zu Bauchschmerzen oder zu Muskelschmerzen kommen. Sehr selten sind schwere Nebenwirkungen, bei denen es sich beispielsweise um allergische Reaktionen handeln kann.

 

  • Trotz des Impfschutzes ist es wichtig, Expositionsprophylaxe zu betreiben, also Maßnahmen anzuwenden, die das Risiko senken, von Insekten gestochen zu werden:
  •  Tragen Sie insbesondere in ländlichen Regionen langärmelige Oberbekleidung, lange Hosen und Socken.
  • Meiden Sie geflutete Reisfelder oder halten Sie sich nicht länger als nötig darin auf.
  • Imprägnieren Sie Ihre Kleidung mit dem Insektenschutzmittel Permethrin und verwenden Sie gegebenenfalls auch imprägnierte Moskitonetze.
  • Verwenden Sie mehrmals täglich Repellentien, mit denen Sie insbesondere freiliegende Hautpartien behandeln.
  • Halten Sie sich in geschlossenen, klimatisierten Räumen auf oder verwenden Sie ersatzweise einen Ventilator, da Stechmücken eine warme Umgebung bevorzugen.

 

 

Für einen rundum sicheren Schutz ist es notwendig, alle genannten Vorsichtsmaßnahmen - Impfung und Expositionsprophylaxe - sorgfältig und konsequent umzusetzen.

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