Malaria in Laos

Die Malaria kommt in Laos ganzjährig vor

Laut World Health Organization besteht in Laos das ganze Jahr über ein hohes Malariarisiko.

Die häufigste Form der Malaria in Laos ist die Malaria tropica, die unbedingt behandelt werden muss! Die weibliche Anopheles-Mücke, die den Erreger Plasmodium falciparum überträgt, sticht zwischen Beginn der Dämmerung und Sonnenaufgang.

Malaria Report 2012 der WHO
Malaria Report der WHO

Verbreitung von Malaria in Laos

Nach Auskunft des Auswärtigen Amtes in Berlin tritt Malaria in Laos ganzjährig auf. Ein Anstieg

 der Gefährdungssituation ist insbesondere während und nach der Regenzeit zu verzeichnen. Anderes gilt für Höhenlagen über 1000 Meter und für größere Städte, die regelmäßig frei von Malaria sind. Dazu gehört auch die Stadt Vientiane, die seit 1975 Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Laos ist.

Die verschiedenen Erreger als Auslöser der unterschiedlichen Formen von Malaria

Es sind einzellige Parasiten, sogenannte Plasmodien, die durch den Stich der weiblichen Anapher Mücke Malaria verursachen. Sie werden nach fünf verschiedenen Erregern unterschieden, die die unterschiedlichen Formen der Malaria bedingen.

 

  • Der gefährlichste Erreger ist Plasmodium falciparum, aus dem Malaria tropica entsteht, die die risikoreichste Form der Tropenkrankheit ist.
  • Die Erreger Plasmodium ovale und vivax sind Erreger, die für den Ausbruch der etwas schwächer ausfallenden Malaria tertiana verantwortlich sind.
  • Ebenfalls nicht lebensbedrohend ist die Malaria quartana, die durch den Erreger Plasmodium malariae verursacht wird.

 

 

Tatsächlich handelt es sich bei den in Laos vorkommenden Erregern zum überwiegenden Teil um die Erreger, die Malaria tropica verursachen, während es sich bei dem geringen verbleibenden Rest um die für die Malaria tertiana verantwortlichen Erreger handelt.

 

Die Inkubationszeit von Malaria ist schwer zu bestimmen, da sie von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Zu berücksichtigen sind die verschiedenen Erreger als Auslöser der jeweiligen Malaria-Art, ebenso wie die Frage, ob die betroffene Person Malaria-Prophylaxe betrieben hat oder nicht. Aus diesen Gründen ist eine Inkubationszeit von sieben Tagen bis hin zu mehreren Monaten bis zum eigentlichen Ausbruch der Krankheit möglich.

Malaria übertragender Moskito.
Ein Malaria übertragender Moskito in Laos.

Übertragung, Symptome und Krankheitsverlauf

Übertragung:

Malaria ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die von einzelligen Parasiten, den sogenannten Plasmodien, verursacht wird. Die Plasmodien brauchen zwei Wirte, die Mücke als Hauptwirt und den Mensch als Zwischenwirt. In den menschlichen Körper gelangen sie durch den Stich der Weibchen der Anopheles-Mücke, wo sie sich in der Leber vermehren. Sie streuen aus und befallen die roten Blutkörperchen, die sogenannten Erythrozyten, in denen sie sich weiter vermehren. Irgendwann platzen die roten Blutkörperchen auf, sodass die neu gebildeten Erreger erneut in die Blutbahn gelangen, wodurch das für Malaria typische Fieber verursacht wird.

 

Symptome:

Die Symptome der Malaria sind abhängig davon, um welche Art von Malaria es sich handelt. Die gefährlichste Form ist die Malaria tropicana, deren Symptome hohes Fieber, Fieberschübe, Kreislaufbeschwerden, Nierenfunktionsstörungen, Durchfall und starkes Erbrechen, Atemstörungen und Herzrhythmusstörungen sind, wodurch eine Unterversorgung mit Sauerstoff von Lunge, Gehirn und anderen Organen entstehen kann.

 

Bei anderen Formen der Malaria kann es zu starken Fieberschüben kommen in Kombination mit Schüttelfrost und manchmal auch zu Durchfall und Erbrechen. Bei diesen harmloseren Varianten reicht eine ambulante Behandlung regelmäßig aus. Anderes gilt für die Malaria tropicana, die nach einer eindeutigen Diagnose so schnell wie möglich stationär behandelt werden sollte, denn es geht tatsächlich um jede Stunde!

 

Krankheitsverlauf:

Bei allen Varianten der Malaria zerstören die sich wandelnden Erreger die roten Blutkörperchen ihres Opfers. Sehr intensiv ist dieser Krankheitsverlauf bei der Malaria tropica, sodass es zu

 enormen Fieberschüben und sehr unangenehmen Störungen kommt. Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, eine Unterversorgung mit Sauerstoff, Kreislaufstörungen sowie Nierenfunktionsstörungen müssen sofort behandelt werden. Mit jedem ungenutzten Tag steigt das Risiko eines tödlichen Ausgangs, während eine rechtzeitige Behandlung eine vollkommene Genesung sicherstellt.

 

Anderes gilt für den Krankheitsverlauf der übrigen Malaria-Varianten, bei denen es sich um abgeschwächte Erscheinungsformen handelt. Sie sind ebenfalls sehr unangenehm, jedoch nicht lebensbedrohlich.

Malaria Übertragens Kreislauf.
Ein Beispiel für die Übertragung von Malaria.

Malaria-Prophylaxe und Risikominimierung durch achtsames Verhalten

Vor einigen Jahren rieten Tropenärzte und Organisationen dazu, sich vor einer Reise in ein Risikogebiet einer Chemoprophylaxe zu unterziehen. Die verabreichten Medikamente griffen die Erreger an und unterdrückten die Symptome so lange, bis der Erreger von selbst abgestorben war. Aufgrund neuester Studien wird die Chemoprophylaxe nur noch bedingt angewandt, da die meisten Erreger gegen diese Medikamente Resistenzen entwickelt haben und obendrein erhebliche Nebenwirkungen aufweisen

 

Doch es gibt weitere Maßnahmen, mit denen Sie sich vor den gefürchteten Mückenstichen schützen können. Dies geschieht mit verschiedenen Hilfsmitteln und Maßnahmen, die unter dem Begriff der Expositionsprophylaxe zusammengefasst werden und zu denen diese gehören:

 

 

  • Tragen Sie in den Stunden der Dämmerung und am Abend lange Hosen, Socken und langärmelige Oberteile.
  • Imprägnieren Sie Ihre Kleidung mit Permethrin, einem insektiziden Wirkstoff, der nicht nur gegen die Anopheles-Mücke eine schützende Wirkung entfaltet.
  • Tragen Sie mehrmals täglich Mückenschutzmittel, sogenannte Repellentien, großflächig auf die Haut auf, die im Idealfall nach Limonen duften.
  • Lassen Sie die Klimaanlage tagsüber und in der Nacht laufen, auch wenn Sie sich nicht im Zimmer aufhalten, da die Anopheles-Mücke keine kalte Luft mag. Eine mögliche Alternative ist ein laufender Ventilator vor dem Bett.
  • Bringen Sie ein einmaschiges, rundum schließenden Moskitonetz am Bett an, das auch mit Permethrin behandelt werden kann.
  • Verwenden Sie spezielle Duftkerzen mit Limonengeruch und Mückenschutzlichter.

 

 

Geübte Augen erkennen Moskitos an ihrem äußeren Erscheinungsbild. Darauf sollten Sie sich jedoch nicht verlassen. Bevorzugt hält sich die Anopheles-Mücke in einem schmutzigen und feuchten Umfeld auf, manchmal auch unter Tischen und in tropischen Pflanzen, weshalb Sie diese Orte meiden sollten. Die Expositionsprophylaxe ist nur dann wirkungsvoll, wenn Sie alle Maßnahmen sorgfältig,konsequent und fortwährend umsetzen. Ein unbedachter Moment kann schon ausreichen, dass Sie sich mit Malaria infizieren.

 

Die Behandlung von Malaria

Die Behandlung von Malaria ist abhängig von der Art der Malaria. Sofern sie früh genug erkannt

wird, reicht bei allen Varianten eine medikamentöse Behandlung aus. Allerdings muss die Behandlung der Malaria tropica stationär und meist auch auf der Intensivstation erfolgen, während ansonsten eine ambulante Behandlung ausreichend ist. Die Medikamente haben das Ziel, die Krankheitserreger zu zerstören. Sofern Sie sich in einem Gebiet aufhalten, in dem eine zeitnahe medizinische Versorgung nicht garantiert ist, sollten Sie für den Notfall in Ihrer Reiseapotheke ein Medikament mit sich führen, um eine sogenannte Stand-by-Therapie durchführen zu können.

 

Geübte Augen erkennen Moskitos an ihrem äußeren Erscheinungsbild. Darauf sollten Sie sich jedoch nicht verlassen. Bevorzugt hält sich die Anopheles-Mücke in einem schmutzigen und feuchten Umfeld auf, manchmal auch unter Tischen und in tropischen Pflanzen, weshalb Sie diese Orte meiden sollten. Die Expositionsprophylaxe ist nur dann wirkungsvoll, wenn Sie alle Maßnahmen sorgfältig,konsequent und fortwährend umsetzen. Ein unbedachter Moment kann schon ausreichen, dass Sie sich mit Malaria infizieren.

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