Bolikhamsai

Märchenhafte Dörfer, neugierige Menschen und tolle Attraktionen.

Bolikhamsai
Bolikhamsai, Provinz in Zenral-Laos.

Die im Zentrum von Laos gelegene Provinz Bolikhamsai hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum des Ökotourismus entwickelt. Für Naturliebhaber ist die nahezu vergessene Region an der Hauptverbindungsstraße 13 von Vientiane Richtung Süden ein wahres Paradies: Zwei nationale Schutzgebiete mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt sind hier beheimatet. Die Reise auf der Route 8 Richtung Osten bietet spektakuläre Sandsteinlandschaften und gilt als eine der beeindruckendsten Passagen in Laos.

Touristen sind in Bolikhamsai noch eine echte Rarität

Die Provinz Bolikhamsai ist in weiten Teilen touristisch noch völlig unerschlossen. Das Leben konzentriert sich auf den größten Fluss von Laos, den Mekong und dessen für die Landwirtschaft bedeutenden Nebenarm Nam Kading. Für viele Rucksacktouristen ist die Provinzhauptstadt Pakxan nur eine Durchreisestation auf der Route 13 Richtung Pakse in Champasak.

 

Pakxan ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie wenig ein Mensch benötigt, um glücklich und zufrieden zu sein. Zwar ist die Provinzhauptstadt von Bolikhamsai mit seinen rund 22.000 Einwohnern achtgrößte Stadt in Laos, sie wirkt allerdings eher wie ein verschlafenes Dorf. Als wäre die Zeit stehen geblieben, geht alles sehr geruhsam zu. Doch wenn ein Tourist die Stadt betritt, verlassen die Kinder ihre Schulstunde und laufen auf die Straße, um die seltene Attraktion willkommen zu heißen.

Gastfreundschaft und Esskultur werden groß geschrieben

Die Laoten sind sehr gastfreundlich und haben keinerlei Berührungsängste. So kann es dem Reisenden passieren, dass in Restaurants oder in Bussen eine Flasche Lao Lao - ein laotischer Schnaps - herumgereicht wird, natürlich auch an die willkommenen Gäste.

Wer meint, die Italiener hätten die Kaffeekultur erfunden, war noch nicht in Laos. Cafe Lao nennen die Laoten ihren Kaffee: In ein Glas wird zunächst eine dicke Schicht süßer Dosenmilch gegeben und darauf dann der Kaffee - natürlich aus laotischen Bohnen aufgebrüht - gegossen. So bilden sich zwei Schichten.

Sehenswertes in Pakxan

Pakxan ist das Zentrum des katholischen Glaubens im sonst buddhistisch geprägten Laos. Schon um 1890 siedelten sich französische Missionare am Mekong an und errichteten hier eine Kirche. Heute steht in Pakxan ein katholisches Gotteshaus, das im Jahre 1966 erbaut wurde: ein eigenartig anmutender Bau, der der Madonna von Lourdes gewidmet ist.

Märkte: An jedem Morgen öffnet der Markt an der Nationalstraße 13 für den täglichen Bedarf der Einwohner: mit allem, was die Laoten so für essbar halten. Angefangen von frischem Obst und exotischem Gemüse bis hin zu lebenden Fröschen und getrockneten Eidechsen, bei Bedarf gleich frisch zubereitet. Eine ganz besondere Delikatesse - auch für den etwas empfindlicheren Magen - sind die knusprig gerösteten Mekong-Algen mit Sesam.

Sehenswertes in der Provinz Bolikhamsai

  • Wat Phabath: Die buddhistische Anlage, an der Straße zwischen Vientiane und Pakxan gelegen, ist eine der wichtigsten Pilgerstätten und heiligen Tempeln in Laos. Hier befindet sich ein Schrein mit einem imposanten Fußabdruck Buddhas. Reisende machen hier Station, um den Geistern ihren Respekt zu zollen und um eine sichere Weiterfahrt und eine starke Gesundheit zu bitten.
  • Phou Khao Khouay Nationalpark: Das Schutzgebiet erstreckt sich von der Provinz Vientiane bis nach Bolikhamsai und zeichnet sich durch immergrüne Mischwälder aus, in denen wilde Elefanten, Weißwangen-Gibbons und viele andere bedrohte Tierarten beheimatet sind. Auf geführten Naturwanderungen, die vom Besucherzentrum starten, bestehen beste Möglichkeiten, die großen Waldtiere zu Gesicht zu bekommen. Hier können auch Zelte oder eine Campingausrüstung angemietet werden. Durch den Park führen Wege durch uralte Wälder zu den bekannten Wasserfällen Tad Leu, Tad Xay und Tad Xang.
  • Nam Kading Naturschutzgebiet: Das Biosphärenreservat Nam Kading umfasst fast 2000 Quadratkilometer zerklüftetes Berggelände östlich der Mekong-Ebene. Seinen Namen hat das Gebiet von dem gleichnamigen Nebenfluss des Mekongs erhalten. Die skurrilen Felsformationen und schroffen Steinbrocken im Gebirge sind das Ergebnis einer Sedimenthebung und bestehen überwiegend aus Sandstein. Den höchsten Punkt im Park erreicht der Phou Pa Peak mit 1514 Metern. Der Park ist durch eine sehr steile Topografie geprägt, häufig fallen die Felswände abrupt ab und enden in felsübersäten Schluchten. Der Nationalpark zeigt nur wenig Veränderungen (durch menschlichen Einfluss) auf seine ursprüngliche Vegetation: Dschungelartiger Mischwald, in höheren Lagen auch vereinzelt auch Kiefernwälder. Sie bieten einen wichtigen Lebensraum für die Restpopulation stark gefährdeter Tierarten wie Tigern, Leoparden und Elefanten. Wer Zeit hat, sollte sich ein Boot mieten und über den Fluss Nam Kading, der für seinen Fischreichtum bekannt ist, das Naturschutzgebiet erkunden.
  • Lichtfestival Boun Ok Phansa: Das legendärste Festival der Provinz findet jedes Jahr Mitte Oktober im malerischen Phonsanh-Tempel mit Blick auf den Mekong statt. Das geheimnisvolle Lichterfest zum Ende der Fastenzeit der Mönche steht für die Rückkehr der Sonne und der Lebensfreude nach Monaten unter den dichten Regenwolken.

Unterkünfte

In Pakxan stehen dem Reisenden einige Hotels und Gästehäuser für die Übernachtung zur Verfügung. Die Ausstattung ist in der Regel sehr einfach, dafür sind sie mit um die 10 Euro für ein Doppelzimmer auch sehr preisgünstig. Wer mit dem Fahrrad, Motorrad oder zu Fuß in der Provinz unterwegs ist, sollte seine Übernachtungen im Vorfeld schon ein wenig planen, denn durch die dünne Besiedlung in dem Gebiet sind nicht überall Unterkünfte vorhanden.

Klima

Die Provinz Bolikhamsai ist am stärksten vom regenreichen Südwestmonsun zwischen Mai und Oktober betroffen, wobei die Bergketten die lokalen Niederschläge stark beeinflussen. Die Mekongebene ist die wärmste Region in Laos. Sie wird zum Ende der Hauptreisezeit (November bis März) von großer Hitze und wiederkehrender Dürre heimgesucht. Im Gebirge ist bis Januar noch mit kühlen Nächten zu rechnen.

Anreise

Die Provinz Bolikhamsai im Zentrum von Laos ist auf der Route 13 in etwa vier Stunden von der Hauptstadt Vientiane nach Süden erreichbar. Laos ist nur sehr dünn besiedelt. Das spiegelt sich auch in der schwachen Entwicklung der Infrastruktur wider. Die Busse - und auch die Straßen - sind als solche oft nicht auf den ersten Blick erkennbar: Umgebaute LKW und tiefe Schlaglöcher sind keine Seltenheit. Eisenbahnverbindungen sucht der Reisende in Laos vergebens.

 

  • Mit dem Flugzeug: Größere Flughäfen befinden sich in Vientiane, Luang Prabang und Pakse. Dort starten kleinere Maschinen Richtung Flughafen Pakxan.
  • Mit dem Bus: Täglich fahren mehrfach Busse von Vientiane nach Pakse Richtung Süden auf der Route 13. Wer von Pakxan weiterreisen möchte, sollte sich an den Straßenrand stellen und den Bussen winken. Wenn noch ein Platz frei ist, hält der Bus an und nimmt den Passagier mit.
  • Mit dem Schiff: Flusskreuzfahrten über den Mekong legen häufig einen Zwischenstopp in Pakxan ein.

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