Sekong

wo sich Tiger und Delfin am Wasserfall gute Nacht sagen

Wer selbst als weitgereister Individualreisender meint, schon wirklich abgelegene Gegenden in Südostasien gesehen zu haben und noch nicht in der laotischen Provinz Sekong war, der hat die eventuelle Nummer Eins auf der Liste der weißen Flecken auf der Landkarte wohl doch noch vor sich.

Sekong
Sekong, Laos

In diese im äußersten Südosten des Landes gelegene Provinz kommt man, wenn man Ruhe, Frieden und Abgeschiedenheit inmitten von herzerweichend freundlichen Menschen, Wasserfällen, Staubpisten, Delfinen und bewahrter laotischer Ursprünglichkeit sucht – und dort dann auch mit Sicherheit findet. Die flächenmäßig zweitkleinste Provinz von Laos ist gleichzeitig die am dünnsten besiedelte. Auf knapp 7600 Quadratmetern leben gerade einmal 86.000 Menschen, die wiederum aus 14 verschiedenen Ethnien bestehen – selbst für laotische Verhältnisse ist das wenig. Befestigte Straßen gibt es so gut wie keine, dafür aber natürlich wie überall in Laos eine Reihe von großen und kleinen Flüssen, die auch als Verkehrsadern genutzt werden. Die besiedelten Gebiete finden sich entweder an den schiffbaren Flüssen oder sind durch Staubpisten miteinander verbunden. Selbst Tempel und Pagoden sind hier spärlich gesät – die Menschen hier sind noch hauptsächlich dem Animismus und der Ahnenverehrung der ganz alten Tage treu geblieben. 

Warum ausgerechnet nach Sekong reisen?

Zwei einfache Stichworte: Die Natur und die ursprüngliche Freundlichkeit der Bewohner dieser Provinz sind mehr als nur einen Tagesausflug wert – wobei auch in der unmittelbaren Nähe von Sekong nichts ist, von wo aus man einen Tagesausflug hier her unternehmen würde. Die nächstgrößere Siedlung ist die Stadt Pakse in der Provinz Champasak westlich von Sekong, die als Einfallstor aus Westthailand in den Süden von Laos gilt. Auch östlich, jenseits der Grenze zu Vietnam, ist auf dieser Seite nichts. Die nächsten größeren Dörfer sind erst wieder an der vietnamesischen Küste. Nein – nach Sekong müssen Sie schon wollen, um es kennen- und hoffentlich lieben zu lernen – und vor allem ein paar Tage Aufenthalt – am besten natürlich in der Provinzhauptstadt gleichen Namens – einplanen. Sekong ist keine Region zum Durchfahren und Sehenswürdigkeiten abarbeiten.

 

Hier ticken die Uhren anders und gerade das macht ja den Reiz dieser durch und durch pittoresken Provinz aus. Dafür können Sie – nicht nur als Ornithologe – die reiche Vogelvielfalt im Dakchung Plateau bestaunen, einer eben wegen dieses enormen Artenreichtums geschützten knapp 5000 Hektar großen Schutzzone, die auf 800 bis 1000 Metern liegt. Hier können Sie die Seele baumeln lassen und ihr eine richtige Pause bei ihrer Laos-Rundreise gönnen. Tiger, Elefanten, seltene Otter und eine besondere Schildkrötenart gehören gleich noch mit zum Inventar in dieser intakt geblieben Naturoase.

 

Oder Sie unternehmen beschauliche Erkundungstouren durch den Xe Sap Nationalpark, den sich Sekong mit der Nachbarprovinz Salavan teilt. Hier steigt das Höhenmeter von 400 bis auf 2066 Meter, was selbst für dieses fast nur aus Gebirgen bestehende Land ein ziemlich hoher Gipfel ist. Primaten, fantastische Blumen, Bären, Schildkröten und seltene Vögel leben hier glücklich und zufrieden und laden Sie ein, diese Ruhe als sanfter Ökotourist mit ihnen zu teilen. Wer könnte da schon Nein sagen? Und auch ausgemachte Kaffeenasen kommen in Sekong auf ihre Kosten – Hauptanbauprodukt der agrarwirtschaftlich geprägten Bevölkerung ist die bittere braune Bohne und die Menschen verstehen es also nur zu gut, Ihnen hier einen frischen Kaffee ganz nach Art des Hauses zu kredenzen. Danach geht keiner mehr in einen Fastfood-Kaffeeladen, die, deren Namen nicht genannt werden darf.

Abseits des modischen Mainstreams – ethnische Textilien aus Sekong

In Sekong Stadt kommen die speziellen Weberzeugnisse der ethnischen Bevölkerung aus der ganzen Provinz zusammen. Diese fallen durch ihre einzigartigen Muster und Webtechniken auf. Es ist ein wenig wie mit den schottischen Quilts und den verschiedenen Muster für die einzelnen Clans. In Sekong hat auch fast jede Ethnie ihre eigene Web-Variante und ihre eigenen Muster entwickelt. Wer also für Stoffe und exotische Kleidungsstücke schwärmt und die üblichen Märkte in Südostasien bereits abgegrast hat, der findet sich hier in einem Textil-Neuland wieder. Wenn Sie es trotz schlechter Transportbedingungen doch wagen sollten, selbst bis in die Dörfer der Hersteller dieser Textilwaren zu reisen – und an dieser Stelle finden Sie sich dann übrigens als wahrer Individualreisender im Olymp des sanften Tourismus wieder – können Sie gleich noch das traditionelle Dorfleben Südlaos mit seinen Langhäusern und Holzschnitzereien erforschen. Aber bitte! – Fallen Sie nicht einfach über diese Dörfer her, die Menschen hier schätzen eine freundliche Zurückhaltung und ein liebgemeintes Interesse mehr, als vulgären Voyeurismus, nur weil man ein paar Devisen da lässt. Hier ist ein Lächeln noch mehr wert als Papiergeldmüll.

Sekong Stadt - der große Fluss und jede Menge Wasserfälle

Ein weiteres Highlight ist der große Sekong-Fluss, der das Land von Norden nach Süden durchquert. Dieser fließt bis nach Kambodscha und wie üblich in Laos, ist am Fluss am meisten los. Eben wegen des schlechten Straßennetzes im ganzen Land, und ganz besonders in Sekong, sind die Flüsse die Hauptlebensader von Laos. So auch der Sekong. Natürlich liegt die Provinzhauptstadt auch an seinem Ufer und Sie können gemütlich dem malerischen Treiben zusehen oder natürlich mit lokalen Bootsbesitzern eine beschauliche Bootsfahrt unternehmen. Wenn Ihnen übrigens die Elefanten, Vögel und Tiger in den oben genannten Nationalparks noch nicht gereicht haben, haben Sie gute Chancen, hier bei einer Bootstour auf Süßwasserdelfine zu stoßen. Die sind wahrscheinlich auch wegen der Ruhe und Freundlichkeit der Bevölkerung hier. Und wer kann ihnen das verdenken?Auch einige saubere und freundliche Hotels zu moderaten Preisen finden Sie am Ufer des Sekong in Sekong. Ansonsten ist in dem Städtchen nicht viel los, aber für ein ausschweifendes Nachtleben sind Sie ja sicherlich nicht hier her gekommen, genauso wenig wie die Delfine. Vielleicht aber für die zahlreichen, mitunter spektakulären oder aber verträumten Wasserfälle, die Sie alle leicht während eines Tagesausflugs erreichen können. 

Unterkunft, optimale Reisezeit und Anreise

Anreisen werden Sie wahrscheinlich, wenn Sie bereits auf einer Laos-Rundreise sind, von Norden aus über die Landstraße 20 und dann über die 16 bis nach Sekong Stadt. Wenn Sie von Thailands Osten aus kommen, dann kommen Sie über die Grenzstadt Pakse über Paksong bis nach Sekong. Diese Straßen sind auch noch halbwegs befahrbar und weitesgehend gut befestigt. Richtig abenteuerlich wird es dann erst, wenn Sie ins Hinterland der Provinz fahren wollen. Da werden Sie so schnell keine Straße mehr sehen, die nicht viel mehr als eine staubige Piste ist. Deshalb ist hier ausnahmsweise auch mal den ganz hartgesottenen Individualreisenden von einer Reise in der Monsunzeit zwischen Juni bis Oktober abzuraten. Dann kommt man hier fast nirgends mehr hin. Also lieber in den trockenen Monaten zwischen Ende November und Ende Februar nach Sekong reisen – da sind Sie auf der sicheren Seite.


Unterkünfte gibt es, wie schon gesagt, in Sekong Stadt ganz ordentliche – wenn Sie nicht einen exorbitanten Luxus erwarten, sondern saubere Zimmer, ein Mindestmaß an Service und das Ganze zu sehr moderaten Preisen. 

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