Xieng Khouang

Und die Ebene der Tonkrüge

Die Provinz Xieng Khouang hat einen besonderen Platz in der Geschichte Laos. Die grüne Hochebene, gespickt von Hügeln und dem höchsten Berg des Landes, dem Phou Bia, war seit frühen Zeiten Knotenpunkt wichtiger Handelsstrecken Asiens. Außerdem wachsen hier dank des durch die Höhenlage gemilderten subtropischen Klimas einige Früchte wie Pflaumen und Pfirsiche, die es andernorts in Laos nicht gibt. Im Februar, wenn die Bäume am Blühen sind, lohnt sich eine Reise besonders. Aber auch die reiche Kultur der alten Zivilisationen wird Sie in ihren Bann ziehen. Die Traditionen von Hmong, Khmu oder Tai Dang werden noch immer praktiziert und bringen einen Klecks Farbe in die Landschaft.

Xieng Khouang
Xieng Khouang - Ebene der Tonkrüge

Wenn Sie die angenehmen bis warmen Temperaturen Xieng Khouangs genießen wollen, ohne sonderlich nasse Füße zu bekommen, sollten Sie zwischen Oktober und März hinfahren. Dann liegen die Höchsttemperaturen zwischen 21 und 28°C und der Niederschlag bleibt weitestgehend aus. Nachts wird es teilweise aber auch nur um die 7°C. Auf warme Kleidung sollten Sie also beim Packen nicht ganz verzichten.

Erhalt der Artenvielfalt

Laos hat 21 Nationalparks, die besonders darauf abzielen, die Biodiversität seiner Natur zu erhalten. Dazu gehört auch der Nam Et-Phou Louey, der rund 6000 Quadratkilometer misst und sich über die Provinzen Xiengkhouang, Luang Prabang und Houaphan verteilt. Die Regierung bemüht sich, die ansässigen Bewohner in den Erhalt der vielen Arten wie Nebelparder, Tiger, Malaienbär oder Otter einzubinden. Deshalb werden Ihnen bei einer Nachtsafari mit dem Longtailboat auf dem Fluss Nam Et von ortskundigen Leuten des Dorfes Viengthong die Schönheiten des Parks gezeigt. Tagsüber können Sie öffentliche Bereiche des Parks zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Der Weg den Ewigen Berg, Phou Louey, hinauf eröffnet Ihnen einen Einblick in eine bunte Pflanzen- und Vogelwelt. Im Dorf gibt es einige einfache Übernachtungsmöglichkeiten.

Phonsavan - Stadt der paradiesischen Hügel

Die Hauptstadt der Provinz steckt noch in den Kinderschuhen, was altehrwürdige Erfahrung oder die Geschichtsschreibung betrifft. Erst in den 1970ern erbaut, ist sie der Ersatz für die ehemalige Provinzhauptstadt, das sehr viel geschichtsträchtigere und fast gänzlich zerstörte Muang Khoun. Um Phonsavan erstrecken sich die Maisfelder scheinbar bis zu den Bergen. Zwischendrin sieht man einige Kuhhirten mit schwarzen oder lila Hüten über ihre Weiden reiten. Die Rinder der Hmong sind die große Attraktion ihres Neujahrsfestes, welches zehn Tage im Dezember in der Stadt mit viel Tamtam begangen wird. Stierkämpfe, Musik und regionale Köstlichkeiten locken Hmong aus nah und fern nach Phonsavan. Die traditionelle Handwerkskunst der Provinz reicht von Holzschnitzereien über Seidenherstellung und -verarbeitung bis zur Schirmmacherei. In Phonsavan können Sie den Schnitzarbeiten im Navang-Handwerkszentrum bei der Entstehung zuschauen oder sich auf einer Seidenfarm von der Fütterung der Seidenwürmer bis zur natürlichen Färbung des Stoffes den gesamten Prozess der Serikultur erklären lassen.

 

Wenn Sie sich nicht allzu schnell gruseln, empfiehlt sich ein Besuch des alten Friedhofs, welcher sich rund einen Kilometer von der Stadt entfernt, auf einem Hügel befindet. Hier wandeln Sie zwischen Zeugnissen katholischer, chinesischer, buddhistischer und animistischer Begräbnisrituale. Von der Spitze des Hügels haben Sie außerdem bei Sonnenuntergang einen wunderbaren Ausblick auf die weite Ebene um Phonsavan.

Die Ebene der Tonkrüge

Das Hochland um Phonsavan, aber auch weitere Teile der Xieng Khouang -Provinz, ist gespickt mit riesigen Steinurnen (Ebene der Tonkrüge), um die sich viele lokale Legenden Ranken. Einige glauben, Riesen hätten unter ihrem König Khun Cheung gelebt und nach dem Sieg über dessen Erzfeind hätte dieser in den großen Krügen Reiswein für ein Fest aufbewahrt. Andere meinen, die Behältnisse wären zum Auffang von Regenwasser an strategischen Stellen für reisende Händler platziert. Archäologische Funde jedoch lassen darauf schließen, dass diese Überbleibsel der Eisenzeit zugleich mehrere Grabstätten markierten und selbst als Krematorium dienten. Oft findet man mehrere der atemberaubenden Urnen an einem Platz, manchmal bis zu vierzig. Die erste Fundstätte befindet sich rund 36 Kilometer nördlich von Phonsavan und bietet neben einem Parkplatz auch ein Informationszentrum das einen Einblick in die Geschichte der Urnengräber gibt.

Diese berühmteste der laotischen Sehenswürdigkeiten hat eine Enge Verbindung zum Tod - nicht nur als Grabstätte aus dem zweiten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Im Zuge des laotischen Bürgerkrieges warfen die USA in den 1970er Jahren über dem Hauptstützpunkt der Opposition und dem als Maisproduzentenwichtigen Gebiet Xieng Khouangs die höchste Bombenzahl pro Einwohner ab, die es je gab. Somit sind weite Teile der Provinz noch heute aufgrund von Blindgängern eine Gefahr für die Bewohner. Deshalb sollten Sie nur die von der Mines Advisory Group geräumten Fundstätten besuchen. Inzwischen gehört dazu die Fundstätte 1 bei Phonsavan, aber auch die 2 und 3 sowie 16, welche bei Muang Khoun liegt. Dort finden Sie neben den Tonkrügen und einem einzelnen Tempel nur noch wenige erhaltene Bauten aus Zeiten der französischen Okkupation. Der Rest ist dem Bürgerkrieg zum Opfer gefallen. In den umliegenden Dörfern, zum Beispiel in Tajok, haben sich die Bewohner aus der Not eine Tugend gemacht und bauten ausgebrannte Bomben zu Wannen, Zäunen und anderem Nützlichem um. In der mit Kratern übersäten Landschaft ist dieser Einfallsreichtum ein Silberstreifen am Horizont.

Anreise nach Xieng Khouang

Von Vientiane

mit dem Flugzeug: Einmal täglich verlässt eine Maschine Vientiane. Der Flug dauert etwa eine halbe Stunde. Preise variieren.

mit dem Bus: Die Fahrt von der nördlichen Bushaltestelle dauert etwa 10 bis 12 Stunden. Mit dem VIP-Bus haben Sie eine direkte Verbindung und bezahlen 130 000 KIP (ca. EUR 11).

 

Von Luang Prabang

mit dem Bus: Sie fahren mit einer lokalen Busverbindung in etwa 8 Stunden für 85 000 KIP (ca. EUR 7,50) nach Phonsavan.

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